RegistrierungMitgliederlisteAdministratoren und ModeratorenSucheHäufig gestellte FragenHangmanSpieleLink UsZum PortalZur Startseite

Eden Weint Im Grab - Die Trauergemeinde » Rezensionen zu E.W.I.G. » Rezension zu "Geysterstunde II" » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
Druckvorschau | An Freund senden | Thema zu Favoriten hinzufügen
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »
Morgoth-Dragon81 Morgoth-Dragon81 ist männlich
Administrator




Dabei seit: 04 Oct, 2009
Beiträge: 212

Rezension zu "Geysterstunde II" Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Geht gleich beim Amazon rein:


Wie immer war das Warten auf ein neues, EwiGes Werk viel zu lange. Endlich ist jetzt das neue Werk „Geysterstunde II“ erschienen und nach einigen hundert Mal Hören fühle ich mich jetzt soweit, auch mal eine Meinung abzugeben ;-)
Los geht’s mit „Jenseitsflugmaschine“ – Der Song eignet sich perfekt als Opener, „Wir reisen heute in das Land der Toten“ beschreibt wohl ziemlich gut, wobei es bei diesem Werk wieder vorrangig geht.
A.P. Blake gelingt es perfekt, den Tenor eines leicht verrückten Wissenschaftlers zu intonieren und der Song kommt, bis auf eine Ausnahme, gänzlich mit klarem Gesang aus. Gut gemachter Song, der mir persönlich aber nichtsdestotrotz nicht so gefällt.
Die nächste Nummer „Nachtexpress nach Nirgendwo“ entpuppt sich als treibendes Death-Metal Monster, hier geht’s richtig nach vorne, aaaber: Was ist denn das? Schon die zweite Nummer mit klarem Gesang? Hier muss ich das Schlimmste befürchten, auch bei EwiG ist der Weichspüler angekommen…bis ich den Refrain hörte. Nein, es wird zwar immer noch gesungen, aber dieses Lied ist so unglaublich melodisch und genial, dass ich es bestimmt 10 mal in Folge gehört habe, bevor ich überhaupt weiter gehört habe. Die Geschichte vom jungen Poeten, der mit dem Zug ins Jenseits fährt ist ebenfalls genial. Ein absolut großartiges Lied!
„Mein geysterhaftes Grammophon“ lässt im Kopf Bilder von guten, alten schwarz-weiss Horrorfilmen entstehen, bis es gegen Ende richtig bombastisch wird.
„Nachsterben“ ist wohl das bisher melodischte, was ich bisher von EwiG zu hören bekam…wunderschöne Melodie, trauriger Text und ebenfalls ein rundumgelungenes Lied. Für meinen Geschmack hätten aber ein paar bewusst eingesetzte, wohldosierte Screams, wie z.B. bei „Wie gerne würd ich Dir nachsterben!“ sein dürfen, um die Tragik zu unterstreichen, aber das soll dem Lied keinen Abbruch tun.
„Tanz auf dem Ouija-Brett“ entfesselt dann die Dämonen und es wird endlich wieder geschrien, und das vom Allerfeinsten. Düster-okkulte Nummer, der perfekte Soundtrack zur aktuellen Exorzismus/Bessessensheits-Filmwelle.
„Rad der Reinkarnation“- Jaaa, endlich mal wieder ein vertontes Gedicht. Seit dem Herbst des Einsamen liebe ich diese Kunstform, düster, abgründig und mit Grabesstimme vorgetragen. Perfekt!
„Wesen aus dem Nichts“ – ähnlich wie beim Leierkastenmann kommen sofort Kirmesbilder in den Sinn. Ist nicht meins.
„Leuchtturm“ – Schöne Rocknummer im Midtempo-Bereich.
„Der ewige Bergmann“ – Ich habe schon in diversen Rezis gelesen, dass das klingt wie Rammstein’s Sonne – ich kann mich nur anschließen, das war auch das Erste, was mir in den Sinn kam. Tolle Nummer von einem untoten Bergmann, der auf ewig nach dem Ausgang gräbt…
„Ein Wiegenlied in Angst-Moll“
Kindliche Ängste vertont, gefällt mir gut.
„Radio Totenfunk“
Das klingt wirklich wie eine uralte Radioübertragung…diese Nummer baut sehr viel Atmosphäre auf und ist wieder mal sehr kreativ gemacht. Textlich kann A.P. Blake mittlerweile alles – von lyrisch anspruchsvoll zu augenzwinkernd ironisch…super!
„In der Lichtferne“
Einer meiner Lieblingstitel auf dem Album. „So überstrahlt Eure bunte Welt und ich darin verloren“
Beginnt das Lied auch relativ düster und leise, so steigert es sich kontinuierlich bis hin zum wütendsten Geschrei, textlich super und atmosphärisch ohne Ende.
„Seelenernte“ erinnert mich etwas an Tango Mortis, aber ich mag diese Geschichten vom Sensenmann ja auch ;-) Alleine durch die Intonation augenzwinkernd, macht Spaß!
„Aurelia“ – Au Backe. Hatte ich was befürchtet oder irgendwas von Weichspüler gesagt?! Das ist meiner Meinung nach die härteste, schnellste und definitiv beste Nummer, die ich je von EwiG gehört habe!!! Hier werden absolut keine Gefangenen gemacht, alleine in den ersten 30 Sekunden erfolgen einige Temposteigerungen, wenn man denkt das war alles – von wegen! Böses Gekeife, dann folgt wieder Klargesang und spätestes bei „Kommst Du mich holen aus dem Sarg und nimmst mir meine Einsamkeit“ fühle ich mich an das legendäre Debutalbum erinnert. Es geht um einen Liebenden, der im Grabe der Rettung durch seine Geliebten harrt, dabei schwankt er zwischen Wut, Verzweiflung und Bitterkeit. Das alles in ein Lied zu packen, dabei so eine Härte an den Tag zu legen und dann auch noch eine Melodie vorzuweisen, das muss man erstmal schaffen! Dieses Lied alleine rechtfertigt schon, sich die Cd zu kaufen. Wahnsinn.
„Die Schattenwesen“ – hier wird es eher melancholisch, aber nicht leiser. Mann muss Herrn B. mal zugestehen, dass er nicht immer nur schreien muss – er kann definitiv auch singen.
„Die Sage von der weißen Frau“ – absolut episches Lied über 7 Minuten, hart, schnell, melodisch…fällt mir nicht mehr viel zu ein, außer ein erneutes „großartig“.
„Somnambule“ – Hier fühle ich mich ganz stark an den Herbst des Einsamen erinnert. Stellenweise klingt es auch etwas wie ein Poe’sches Werk. Ganz große Klasse!

So, nach allen wirren Gedanken mal etwas Struktur:
EwiG sind mittlerweile eine gut funktionierende Band geworden. Klar hat sich das Klangbild verändert, aber ist das schlecht? Ganz klares NEIN, denn die Truppe um A.P. Blake hat es geschafft, den Stil aller Vorgängeralben zu verfeinern und die besten Elemente herauszunehmen, um dieses Wahnsinnsalbum zu erschaffen. Der geneigte Hörer findet alles wieder, was das ewige Klangbild jemals ausgemacht hat und viele neue Facetten. Die 17 Titel sind so unterschiedlich, dass zu keiner Zeit Langeweile aufkommt. Klar, einige Titel hängen schon am jeweiligen Geschmack des Hörers, aber man muss einfach mal anerkennen, wie viel Kreativität und Herzblut in dieser CD steckt. Wer Geysterstunde I mochte, findet hier noch eine deutliche Steigerung. EwiG waren es damals schon mit dem Debutalbum und sind heute mehr denn je, eine absolute Bereicherung unserer Chartorientierten, seelenlosen kindergothic – Musiklandschaft. Unbedingt kaufen!!!

_______________
~ I hold in my hands what my life has forsaken, I keep in my heart what's already been taken... ~

04 Dec, 2014 22:41 35 Morgoth-Dragon81 ist offline Email an Morgoth-Dragon81 senden Homepage von Morgoth-Dragon81 Beiträge von Morgoth-Dragon81 suchen Nehmen Sie Morgoth-Dragon81 in Ihre Freundesliste auf
 
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Gehe zu:
Eden Weint Im Grab - Die Trauergemeinde » Rezensionen zu E.W.I.G. » Rezension zu "Geysterstunde II" » Hallo Gast [anmelden|registrieren]

radiosunlight.de Geblockte Angriffe: 28 | prof. Blocks: 3 | Spy-/Malware: 3
CT Security System lite v3.0.4: © 2006 Frank John & cback.de

Dein eigenes kostenloses Forum bei Board-4You!
Dein professioneller und günstiger Forenhoster.
Powered by Burning Board Lite 1.0.2pl3 © 2001-2009 WoltLab GmbH